PFERDEGESTÜTZTE THERAPIE - REITTHERAPIE

Therapeutisches Reiten

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Die Erde wäre ein Nichts ohne den Menschen,
der Mensch wäre ein Nichts ohne das Pferd
AUS ENGLAND
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Als Gott das Pferd erschaffen hatte,
sprach er zu dem prächtigen Geschöpf:
Dich habe ich gemacht, ohne Gleichen.
Alle Schätze dieser Erde liegen zwischen deinen Augen.
AUS DEM KORAN
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Seit nunmehr rund 5000 Jahren steht das Pferd im Dienst des Menschen. Auf der ganzen Welt werden Pferde durch ihre Schönheit und Kraft, durch ihre Sanftheit, aber auch durch ihr Temperament bewundert. Das einstige Steppentier Pferd hat vor langer Zeit seine Freiheit verloren. Natürlichen Lebensraum, in dem das Pferd für seine Nahrungsbeschaffung, für sein Überleben selber sorgen kann, kennt das Pferd nicht mehr. Die heutigen Lebensbedingungen sind ausschliesslich vom Menschen geschaffen und Ergebnis eines langen Zivilisationsprozesses. Damit übernimmt der Mensch Verantwortung für das Pferd. Das Pferd bietet sich an als Freund und Partner, es geht vorbehaltslos mit jedem Menschen eine Beziehung ein, fordert dabei aber Klarheit, Respekt und Vertrauen.
Die Reittherapie sieht sich als ergänzende klientenzentrierte Massnahme zu einem bestehenden Therapiesetting. Die pferdegestützten Interventionen bauen auf dem Motivationsträger Pferd auf. Es wird beobachtet, gespürt, gefühlt, gefüttert, gepflegt, geputzt, versorgt, gestriegelt, geführt, verwöhnt. Reiten soll freiwillig bleiben. Oberstes Ziel ist eine Partnerschaft mit dem Pferd, eine Beziehung, die auf Vertrauen, Verlässlichkeit und gegenseitigem Respekt aufbaut.
Die Reittherapie basiert auf einem, dem Klienten angepassten Therapieplan, dem zugrunde eine möglichst genaue Eingangsbefundung liegt. Bedingt durch diese Individualität, können die verschiedensten Störungsbilder behandelt werden. Kontraindikationen müssen im Einzelfall abgeklärt werden.

 
FOLGENDE STÖRUNGSBILDER ALS ÜBERSICHT
  • Störungen der Wahrnehmung und Motorik

  • Geistige Behinderung

  • Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität

  • Sprachbehinderungen und Verzögerung in der Sprachentwicklung

  • Sinnesbehinderungen (Hörbeeinträchtigungen und Sehbehinderungen)

  • Lernschwierigkeiten und Lernbehinderungen

  • Störungen in der sozialen und emotionalen Entwicklung

  • Essstörungen

  • Chronische Erkrankungen

  • Ängste, Depressionen, Traumatisierungen

  • Psychosomatische Erkrankungen

 
LEISTUNGEN
  • Schulung des Körperbewusstseins

  • Schulung des Wahrnehmungsvermögens

  • Schulung der Koordinationsfähigkeit

  • Förderung des Selbstvertrauens, des Selbstwertgefühls, der Selbstwirksamkeit, der Selbsteinschätzung, des Durchsetzungsvermögens

  • Überwinden von Ängsten

  • Gefühlsregulation, Umgang mit Angst und Aggression

  • Verbesserung der körperliche und soziale Kommunikation

  • Schulung von Verantwortung, Verlässlichkeit, Verbindlichkeit und kooperatives Verhalten

  • Kennenlernen neuer Kompetenzbereiche